Schrobenhausen (SZ) So bewegend-pompös, wie der festliche Konzertabend mit Johann Sebastian Bach begann, sollte es am Ende nach einer guten Stunde mit Georg Friedrich Händel enden – ein glanzvoller und gleichermaßen heiterer Auftakt für die Festivitäten zum 25-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft Schrobenhausens mit dem oberösterreichischen Perg, eingebettet ins Schrannenfest.

Die Stadtpfarrkirche St. Jakob war komplett gefüllt. Selbst in den Seitengängen und im Eingangsbereich drängten sich die Zuhörer in Scharen, um dem feierlichen Festkonzert zu lauschen. Schon allein das Bild, das sich im Altarraum bot, mit einem durch Sängerinnen und Sänger aus Perg und Bridgnorth angereicherten Lenbachchor sowie dem Arsatius Consort in großer Besetzung mit Bläsern und Pauken, beeindruckte. Umso mehr begeisterte dann das bombastische und erhebende Klangerlebnis.

Den beiden musikalischen LeiternMarkus Bartholomé und Georg Brunner ist es geglückt ein rundum packendes Programm zusammenzustellen. Hier „The King shall rejoice“ und „Zadkok thepriest“ aus den Krönungshymnen zu Ehren König Georgs II. Da der von lebendiger Periodik beflügelte Exkurs in die Brandenburgischen Konzerte mit dem Cembalokonzert mit dem Solisten Gerhard Abe-Graf. Im Zwiegespräch ihrer Altflöten erfreuten Mina Voet und Markus Bartholomé mit ihrem einfühlsamen wie ausdrucksstarken Spiel.

Ganz im Bach’schen Sinne ließen die Musiker Pauken tönen und Trompeten erschallen im würdevollen Raum der Stadtpfarrkirche St. Jakob – sehr zur Freude der Zuhörer aus Schrobenhausen und seinen Partnerstädten.

Von Tanja Staimer
Schrobenhausener Zeitung Nr. 140, Montag 22. Juni 2015